Biodynamische Craniosacral-Therapie
Steffisburg bei Thun

Birgit Sinn

Beckenbodentraining

Durch eine ideale Kombination von Craniosacral-Therapie und Beckenbodentraining nach der Franklin-Methode® (siehe unten)
lassen sich erfahrungsgemäss sehr rasch Verbesserungen in der Beckenbodenfunktion erreichen.
Mit Hilfe der Craniosacral-Therapie erhält der Körper die Möglichkeit über die Selbstheilungskräfte eine Eigenregulation der Körperfunktionen vorzunehmen. Die aktiv-dynamischen Übungen aus der Franklin-Methode® machen Spass und werden im allgemeinen als sehr angenehm empfunden. Ein regelmässiges Training bewirkt einen elastischen und kraftvollen Beckenboden.



Die Franklin-Methode®

 

Das Ziel der Franklin-Methode® (FM) ist das Erlernen eines neuen, physiologischen  Bewegungskonzeptes aufgrund der eigenen Biomechanik. Das anatomische Wissen kommt so in die „Verkörperung“ und wird damit in den Alltag integriert. Verkörperung bedeutet ein bewusstes, gespürtes Erleben und Wahrnehmen der Anatomie und der Funktion des Körpers in der Bewegung. Die FM baut auf einem partnerschaftlichen Dialog zum Körper auf. Es geht darum ungünstige Bewegungsmuster durch neue, physiologische zu ersetzen. Um das zu erreichen, befasst sich die FM mit biomechanischen Zusammenhängen im Körper, mit der Motivationslehre und der effektiven Anwendung der Imagination.

 

Die FM betont das Verkörpern der Bewegungen, die wir im Leben am meisten ausführen, weil dadurch unsere Gesundheit und unser Wohlgefühl am meisten gesteigert werden. Dazu gehören die Atmung, das Stehen, Gehen, Sitzen, Verdauen und die Bewegung der Gedanken und Bilder im Kopf. Die FM ist in diesem Sinne keine Trainingsmethode, denn ein Training ist nur so effektiv wie die Verkörperung der trainierenden Person. Wenn man eine Übung mit Spannung und schlechter Haltung ausführt, dann trainiert man Spannung und schlechte Haltung. Training macht nicht perfekt, sondern permanent das was man übt.

 

Bei einer Frau mit Belastungsinkontinenz (Urinabgang beim Husten und Niesen) liegt in aller Regel ein ungünstiges Atemmuster vor, das heisst, sie atmet vorwiegend in die Brust, das Zwerchfell (ZF) ist verspannt. Ca. 30% der Bevölkerung sind Brustatmer/innen. Ursachen hierfür können sein, dass der Bauch angespannt wird, da man schlanker sein möchte, zu enge Kleidung, Erziehung (Bauch rein, Brust raus), Stress etc. Das ZF ist jedoch ein Gegenspieler zum Beckenboden (BB) und zur Bauchmuskulatur (BM). Durch Anspannen der BM wird auch der BB unter Dauerspannung gebracht, was ihn letztlich schwächt. Wenn dann ein heftiges Ausatmen kommt, wie es beim Husten, Niesen und Lachen der Fall ist, kann der BB dem nicht mehr stand halten und es kommt zum unfreiwilligen Urinabgang. Den betroffenen Frauen ist das nicht bewusst. Wir können jedoch nur das verändern, was wir auch wahrgenommen haben. Wenn die Frauen in ihrem ungünstigen Atemmuster belassen werden, bzw. durch BB –Anspannübungen noch darin bestärkt werden, ist kaum mit einer Besserung ihres Problems zu rechnen.

 

Um all seine Funktionen (bewegen, abfedern, selektiv verschliessen, Halten der Organe) effizient ausführen zu können, braucht der Beckenboden ein dynamisches, physiologisches Training. Das Ziel sollte ein elastischer, dynamischer BB sein. Die Aufgabe von Muskeln ist ineinander- und auseinander zu gleiten. Daher ist ein konzentrisches und exzentrisches Muskeltraining am sinnvollsten (Gleitmodell). Ein Training, welches auf Spannung basiert, erfüllt diese Kriterien nicht und ist nicht effizient. Zusätzlich werden beim Training mit dem Spannungsmodell die Gelenke unter Druck gesetzt, was zu einem vorzeitigen Gewebeverschleiss und Knorpelabbau, sprich Arthrose führt. Leider wird häufig immer noch Spannung mit Kraft verwechselt und Lockerheit mit Schwäche. Lockerheit bedeutet jedoch eine optimale Bereitschaft für Bewegung.